(Berlin, 8.3.2006) „Die gestrige ZDF-Reportage 37 Grad hat bestätigt: Die meisten Studierenden verlieren trotz Jobben ihr Studienziel nicht aus den Augen“, sagte der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), Achim Meyer auf der Heyde.
Bereits jetzt arbeiten 65 % der Studierenden im Semester oder während der Semesterferien. Für 56 % der arbeitenden Studierenden ist der Nebenjob notwendig für ihren Lebensunterhalt, so das Ergebnis der 17. Sozialerhebung des DSW. Glaube man den Befragungen, dann werden die geplanten Studiengebühren der Bundesländer die Erwerbstätigkeit neben dem Studium weiter steigern.
Ziel müsse sein, dass mehr Studierende in fachnahen Jobs arbeiten. „Dies bringt Praxiserfahrung und verzögert die Studiendauer weniger. Letztlich kann ein fachnaher Job den Übergang und Einstieg in den Beruf erleichtern“, sagte der DSW-Generalsekretär.
Für die Erwerbstätigkeit neben dem Studium sind die Semesterferien am besten geeignet. Das Deutsche Studentenwerk bittet daher Arbeitgeber, insbesondere jetzt Jobs für Studierende anzubieten.
In diesem Zusammenhang kritisierte Meyer auf der Heyde den Beschluss der Bundesregierung, dass Arbeitgeber bei Minijobs (bis 400 Euro/mtl.) künftig pauschal statt 25 % nunmehr 30 % für Steuern und Sozialabgaben abführen sollen, wie es im Entwurf eines Haushaltsbegleitgesetzes 2006 vom 22.2.2006 geplant sei. Diese Änderung könnte auch Auswirkungen auf Jobs für Studierende haben:
Der DSW-Generalsekretär forderte die Bundesregierung auf, die Pläne zu überdenken. „Sie bewirken das Gegenteil des Gewollten“, resümierte er.
Mehr Informationen finden Sie im Kapitel 9 „Studentische Erwerbstätigkeit“ der aktuellen 17. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks unter:
www.studentenwerke.de/se/2004/Hauptbericht_soz_17.pdf
Informationen über das Steuern und Sozialversicherung beim Jobben erhalten Studierende unter:
www.studentenwerke.de/pdf/JobbenFlyer2004_pdf.pdf
Kontakt: Stefan Grob, Tel. 030 29 77 27-20, E-Mail: stefan.grob@studentenwerke.de