Die neue Kindertagesstätte „Grashüpfer“ startet für ca. zwei Monate in einer Wohnanlage in der Universitätsstraße, bevor sie im November 2009 das neue Gebäude Am Stoffeler Broich beziehen kann.
Dort stehen den kleinen „Grashüpfern“ eine Einrichtungsfläche von 730 m2 und ein großzügiges Außengelände von 900 m2 zum Spielen und Toben zur Verfügung. Eine eigene Turnhalle bietet Raum und Möglichkeit zu regelmäßigen Bewegungsangeboten. Das Außengelände ist von den drei Gruppenräumen aus barrierefrei zugänglich. Die Kindertagesstätte ist eingeschossig und nahe dem Botanischen Garten.
Die Einrichtung ist als Familienzentrumsverbund konzipiert, d.h. es stehen zusätzlich 65 m2 Einrichtungsfläche für Angebote im Rahmen der Arbeit als Campus-Familienzentrumsverbund zur Verfügung.
Das pädagogische und therapeutische Fachteam setzt sich aus neun pädagogischen Fachkräften, einer Erzieherin im Anerkennungsjahr, einer gruppenübergreifend tätigen Logopädin, einer Physiotherapeutin und der freigestellten Leitung zusammen. Die Gruppenleitung der integrativen Gruppe verfügt über eine heilpädagogische Zusatzausbildung. Neben der intensiven therapeutischen Förderung der Kinder mit einer Behinderung werden auch Sprach- und Bewegungsangebote für alle Kinder im Haus angeboten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bilden sich regelmäßig fort.
Die Einrichtung hat drei Gruppen und bietet 49 Betreuungsplätze. In den zwei Düsseldorfer Gruppen werden jeweils 17 Kinder im Alter von vier Monaten bis zur Einschulung betreut. Die integrative Gruppe setzt sich aus 15 Kindern im Alter von einem Jahr bis zur Einschulung zusammen; davon vier mit einer Behinderung.
Die Kinder mit einer Behinderung nehmen nach Ihren Interessen und Möglichkeiten an allen Aktionen und Aktivitäten der Kindertagesstätte teil. Gezielte Förder- und Therapiemaßnahmen werden in den Alltag fließend integriert und durch die zusätzlich eingestellten, therapeutisch geschulten Fachkräfte durchgeführt. Analog zur Anpassung der einzelnen Angebote an die verschiedenen Altersstrukturen der Kinder findet eine Abstufung der Anforderungen entsprechend den unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder statt. Während z.B. ein älteres Kind mit der Schere ausschneidet, benutzt ein jüngeres Kind die Prickelnadel und ein Kind mit einer Behinderung führt die Bastelaktion z.B. mit Unterstützung der pädagogischen Fachkraft durch. Wichtig ist, dass allen Kinder die Möglichkeit gegeben wird, an den Aktionen teilzunehmen und zu einem für sich zufrieden stellenden Ergebnis zu gelangen.
Die pädagogische Arbeit basiert auf dem situativen Ansatz, der eine lebensnahe Bildung und Erziehung des Kindes ermöglicht. Die Fachkräfte nehmen das Kind mit seiner Offenheit, Neugier, seinen Stärken und Schwächen, seinem kulturellen, sozialen und familiären Hintergrund sowie seinen Bedürfnissen und Gefühlen an und fördern seine soziale, emotionale, motorische, kreative und kognitive Entwicklung über verschiedene Spiel-, Bewegungs-, und Wahrnehmungsangebote und Aktivitäten. So erwerben und erproben die Kinder im täglichen Miteinander verschiedene Kompetenzen in wichtigen Lern- und Lebensbereichen. Die Förderung der Bewegung als elementarer Bestandteil der physischen und psychischen Entwicklung des Kindes ist ein grundlegender Schwerpunkt der Arbeit. Kreative, bewegungspädagogische Angebote unterstützen die ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung. Das über die Bewegungserfahrung gesteigerte Selbstvertrauen wirkt sich positiv auf alle anderen Verhaltensbereiche aus. Was Kinder „begreifen“ sollen, müssen sie einmal „greifen“ können. So lernen sie eigene Fähigkeiten und Grenzen kennen und entwickeln die Voraussetzungen für Selbstsicherheit und Selbstvertrauen.
Im Hinblick auf eine ganzheitliche Betrachtung jedes Kindes wird auch ein Kind mit einer Behinderung in seiner Ganzheit und Individualität erachtet. Ein Kind mit einer Behinderung benötigt Unterstützung und Förderung in Bereichen und Handlungen, die durch die Behinderung entwicklungsverzögert, blockiert oder fehlend sind. Das Kind wird individuell wie alle anderen Kinder gefördert und entsprechend seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten positiv ermutigt und bestätigt.
Für alle Kinder ist das gemeinsame Miteinander und Füreinander eine große Bereichung und stärkt sowohl die emotionale als auch die soziale und kognitive Kompetenz. Die integrative Erziehung gibt beiden Seiten die Möglichkeit, sich mit dem Anderssein vertraut zu machen und Berührungsängste abzubauen.
Ein abwechslungsreiches und gesundes Essenangebot mit Frühstück, Mittagsessen und Obst am Nachmittag sorgt für eine ausgewogene Ernährung.
Die Kindertagesstätte ist Montag und Mittwoch bis Freitag von 07:30 bis 17:30 Uhr sowie Dienstag von 07:30 bis 16:00 Uhr geöffnet.
Die Möglichkeit zur Besichtigung der Kindertagesstätte und zur Anmeldung Ihrer Kinder haben Sie nach Einzug in das neue Gebäude Am Stoffeler Broich jeden Dienstag in der Zeit von 14:00 bis 15:00 Uhr (telefonische Voranmeldung).
Die neue Kita „Grashüpfer“ strebt die Zertifizierung zum Familienzentrumsverbund an. In einem Beratungsraum, einem Therapieraum und einem großen Veranstaltungssaal werden zusätzliche Beratungs-, Bildungs- und Kursangebote für interessierte Eltern und Kinder auf dem Campus und in der umliegenden Wohngegend angeboten.
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